Lebensmittel homöopathisch
Entscheidend für Verträglichkeit von Lebensmitteln ist die Programmierung des Immunsystems über die Strukturen des Darmes. Dabei spielen u. a. die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut und ihre Besiedelung mit physiologischen Bakterien (Darmflora) eine Rolle. Über verschiedene Mechanismen erfolgt die Schulung und das Training des Immunsystems im Umgang mit allen körperfremden Stoffen, so auch den Lebensmitteln. Dass das Immunsystem lernen kann, mit zunächst als Allergen eingestuften Substanzen umzugehen, sieht man daran, dass 80 % der Kinder, die an einer Kuhmilchallergie leiden, im Laufe der Jahre eine Toleranz entwickeln. Dies führt man u. a. auf einen Reifeprozess des Darmes zurück.
Aber auch im fortgeschrittenen Alter kann man sich die Lernfähigkeit des Darmes im Umgang mit Stoffen, z. B. mit Lebensmitteln, noch zu Nutze machen, sofern es sich um allergische Reaktionen insbesondere vom TypIII handelt.
So ist es gängige Praxis, den Patienten eine Zeit lang auf die Lebensmittel verzichten zu lassen, auf die er reagiert (Karenzzeit). Das Immunsystem wird nicht weiter durch die Allergene aktiviert bzw. gereizt. In dieser Zeit wird der Therapeut darauf achten, die Gegebenheiten im Darm zu regulieren und u. a. eine gesunde Darmflora aufzubauen. In dieser „Ruhephase“ wird dem Körper zudem eine ungestörte Erneuerung der Darmschleimhaut ermöglicht. Danach sollte die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut wieder im Normbereich sein. Gegebenenfalls wird auch eine immunmodulierende Therapie durchgeführt werden. Nach der Karenzzeit erfolgt normalerweise in stufenweise ansteigenden Mengen die Wiedereinführung der zuvor gemiedenen Lebensmittel. Dem Immunsystem wird so eine völlig neue Chance für eine angemessene Immunreaktion - für eine „orale Toleranz“ der Lebensmittel – gegeben. Hat zuvor die zu hohe Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für ein Überangebot an Allergenen bzw. Antigenen und damit zur Überreaktion geführt, wird nun ausgenutzt, dass kleine Antigen-Mengen eher Strukturen des Immunsystems aktivieren, die zur Toleranz führen.
Mit der mentop vac® Lebensmittel von Mentop Pharma besteht die Möglichkeit, den Übergang von der Karenzzeit zur Wiedereinführung der Lebensmittel homöopathisch zu begleiten. Es wird gewissermaßen eine Brücke vom kompletten Verzicht zur Einführung der zunächst kleinen Mengen der Lebensmittel gebaut. Hierzu wird ein alkoholischer Auszug aus den Lebensmitteln, die im Allergen-Screening den Klassen 6 oder 5 zugeordnet wurden, potenziert.
Um den besonderen Lebensgewohnheiten der Patienten Rechnung zu tragen, werden hierzu die vom Patienten üblicherweise verzehrten Lebensmittel zum Potenzieren eingesandt. Somit werden die individuellen Einflüsse z. B. bei der Herstellung der Lebensmittel berücksichtigt.
Die Einnahme der homöopathischen Lebensmittel-Verdünnungen erfolgt während der Karenzzeit.
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